Glossar · Aktualisiert am 6. Juli 2026
Was ist das Krankentaggeld?
Kurze Antwort: Das Krankentaggeld ersetzt Ihren Lohn, wenn Sie länger krank sind. Meist zahlt eine Versicherung Ihres Arbeitgebers rund 80 Prozent des Lohns – während höchstens 720 Tagen. Danach übernimmt bei bleibender Krankheit die IV. Darum ist die frühe IV-Anmeldung so wichtig.
Die wichtigsten Fakten
| Höhe | Üblich: 80 % des Lohns (je nach Vertrag) |
|---|---|
| Dauer | Üblich: 720 Tage innerhalb von 900 Tagen |
| Wartefrist | Je nach Vertrag 0–90 Tage; solange zahlt der Arbeitgeber den Lohn |
| Ohne Taggeldversicherung | Nur gesetzliche Lohnfortzahlung (OR Art. 324a): z. B. 3 Wochen im 1. Dienstjahr, danach je nach Skala (Basler/Berner/Zürcher) |
| Selbstständige | Nur mit freiwilliger Taggeldversicherung gedeckt |
| Nahtstelle | IV-Anmeldung spätestens 6 Monate nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit |
Die drei häufigsten Fehler
- Zu späte IV-Anmeldung: Läuft das Taggeld aus, bevor die IV entscheidet, entsteht eine gefährliche Einkommenslücke.
- Kündigung in der Krankheit: Nach Ende der Anstellung kann der Übertritt in die Einzelversicherung nötig sein – Fristen von nur 30 Tagen!
- Teilarbeitsfähigkeit falsch gemeldet: Wer teilweise arbeitet, muss dies korrekt melden, sonst drohen Rückforderungen.
Verwandte Begriffe
IV-Rente · Verfügung & Einsprache · Leistungs-Wegweiser
Quellen: OR Art. 324a; VVG (Kollektiv-Taggeldversicherungen); KVG Art. 67 ff.
Dieser Artikel ist eine Erklärung in einfacher Sprache und ersetzt keine Rechtsberatung.